auf indischen Straßen

Ein Lastwagen fährt an uns vorbei, die Seiten hochgeklappt, dahinter dicht gepackt stehende indische Männer. Die Landschaft ist flach. Plattes Land, nur die Vegetation passt nicht zu Ostfriesland. Zwei Zebu-Ochsen ziehen ihr Joch durch ein Rizinusfeld. Wir haben schon häufig Rinder gesehen, die ihr Joch hinter sich her ziehen, wenn sie die Straße queren. Übrigens, Kühe laufen einfach, wenn sie die Straße queren, schauen nicht, sind vertieft in ihre eigenen Gedanken und gleichgültig gegenüber dem, was um sie herum passiert. Als ob es keine Autos gäbe. Daher müssen die Fahrer noch aufmerksamer sein.
Aber auch die Leute hier verlassen sich sehr auf ihre Mitmenschen, sitzen halb auf der Straße mit dem Rücken zum Verkehr und schwatzen mit ihrem Gegenüber.
Ein Junge sitzt neben einer Wanne auf dem Mittelstreifen und wäscht sich.

Immer wieder werden wir langsamer, insbesondere an Fußgängerüberwegen (ja, es gibt hier Zebrastreifen) und an Bahnübergängen. Denn auch indische Fahrer lieben ihre Gefährte und brettern daher nicht über Schwellen in der Straße.

Die Männer sind hier weiß gekleidet, enge Hosen und ein Hemd. Und das Hemd hat unterhalb der Brust senkrechte Falten. Die Frauen tragen den Rücken frei – sieht man vom Sarischleier ab – nur ein Band hält das Vorderteil am Körper. Einmal sehen wir 15 farbenfrohe Frauen eng gedrängt auf der Ladefläche eines TucTuc-Transportes.
Auch die Haare der Männer sind farbenfroh. Um das hervorsprießende grau zu überdecken, färben sie sich das Haar mit Henna.

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