Die weiße Wüste

Den Grenzstreifen zwischen Pakistan und Indien kann man nur mit einem Permit befahren. Dieser Grenzstreifen ist sehr breit, teilweise mehr als 100 Kilometer. Zwei Atommächte stehen sich hier feindlich gegenüber und wir fahren dazwischen her. Wenn man es nicht wüsste würde man davon nichts merken. Die beiden freundlichen Herren an der Kontrollstation wollen unsere Pässe sehen und fragen über ihren Computer (dessen Karton noch unterm Tisch steht) unsere Daten ab, aber wir sehen harmlos genug aus um uns durch zu lassen.

Die Leute im Dorf, in dem wir kurz halten und einmal die Hauptstraße rauf und runter laufen, sehen sehr afghanisch-pakistanisch aus.

Nicht weit von Pakistan

Ob das Meer hinterm Horizont endet? Man sieht es nicht. Luftspiegelungen links und rechts. Wir stehen in der weißen Wüste. Die heute keine Wüste ist, denn vor uns breitet sich eine  Wasserfläche bis zum Horizont aus, die der Monsun zurückgelassen hat. Ravi hat noch nie das Meer gesehen. Und dieses Sandmeer tut nun so, als sei es der Ozean.
Indische Familien laufen vor auf eine Sandzunge, die hundert Meter weit in die leichten Wellen hineinreicht und staunen.

Das Meer der weißen Wüste

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