Befreit vom Eise …

So geht es zurück in eine große eisfreie Zone. Wir werden warten müssen. Der Kapitän meint dass – so schnell wie sich die Eismassen bewegen – wir es wohl selber schaffen, hat aber vorsichtshalber schon mit einem Eisbrecher in der Nähe gesprochen.

Also essen wir erst einmal zu Abend. Bis es draußen wieder knirscht.

Joachim steht im oberen Krähennest und gibt immer wieder Rückmeldung an Steuerfrau Svenja.

Auf einmal schieben wir eine riesige Scholle vor uns her. Links erscheint eine Robbe und schaut verwundert zu.

Wir fahren zwischen den Schollen durch. Einige reiben noch einmal ihre Kanten am Schiffsrumpf und schleifen sich glatt und braun. Dann haben wir es geschafft und der Kapitän bekommt Applaus als er sich vom Krähennest abseilt.

Wehmütig schaue ich auf das langsam am Horizont verschwindende Eis, das vom ersten Sonnenstrahl seit Tagen beleuchtet wird. Keine Umrundung :-( .
Ich habe die Hoffnung, dass wir vielleicht noch andersherum bis hinunter in den Hornsund kommen. Mal schauen, was sich unsere Guides und der Kapitän als Alternative ausdenkend.
Ob des schönen Tages ist die Stimmung aber nicht allzu sehr gedrückt.

Heute gibt es keine Ankerwache. Die Rückfahrt zu unserem letzten Ankerplatz am Sorgfjord dauert bis tief in die Nacht als die meisten so wie ich schon tief und fest schlafen.

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