Parco Nacional Tierra del Fuego und dann aufs Schiff

Am Vortag hatten wir eine halbtätige Tour durch den „Parco Nacional Tierra del Fuego“ gebucht.

Schon die Anfahrt vom Hotel aus über die anderen Hotels war lohnend: Schneebedeckte Gipfel (die wir auch am Vortag schon hinter Ushuaia gesehen hatten) vor blauem Himmel. Das Wetter wurde dann allerdings grauer.

Wir besuchten verschiedene Seen und machten auch eine Wanderung. Wenn das Wetter gut ist, ist das bestimmt eine Klasse Wandergegend. Um zwei Uhr waren wir zurück in Ushuaia und aßen bei „Tante Sara“ zu Mittag. Wir fanden einen Tisch an dem schon Jose saß, eine Niederländerin, die auch mit dem Schiff mitfährt.

Um Vier ging es dann endlich aufs Schiff.

Am Hafen fand ein Check In wie am Flughafen statt. Wir mussten durch den „Piepser“ und unser Gepäck wurde geröntgt. Auf dem Schiff wurde unser Gepäck von der Besatzung in Empfang genommen und für uns nach oben gebracht. Wir hatten die Kabine mit der Nummer 314, eine schmale Kabine mit Doppelstockbett. Kathrin war so nett und erklärte sich bereit oben zu schlafen.

Vom obersten Deck aus schauten wir der Mikheev und ihrer Besatzung beim Ablegen zu.

Einer der beiden Guides – Rolf Stange – kam auch dazu. Er ist aus Unna. Die Welt ist klein!

Es gab eine Schiffseinführung in der Kantine. Uns wurden kurz die wichtigsten Besatzungsmitglieder vorgestellt: Ellen, die Hotelmanagerin, Rolf und der zweite Guide Arjen und Monika, unsere „Expeditions“leitung. Gegen Ende schaute auch der Kapitän kurz rein. Es wurden auch kurz die Sonderwünsche beim Essen durchgesprochen (bei mir kein Huhn, kein Frischei und als kleiner Luxus kein Fisch).

Im Anschluss folgte eine kurze Sicherheitseinweisung mit der Ankündigung, dass in den nächsten Stunden eine Sicherheitsübung folgen würde (es dauerte wirklich nicht lange).

Bis zur Sicherheitsübung packten wir unsere Koffer aus. Dann trötete es und wir schnappten uns die Rettungswesten. Gut das es nur ein Probealarm war, denn wir fanden die richtigen Westen erst nicht und wären beinahe in den Schlauchbootwesten hinaus gelaufen. Der Rest klappte aber: Winterjacke an, Mütze auf, raus auf Deck 4, Rettungsweste anziehen, und einen kurzer Blick ins Rettungsschiff werfen).

Um acht Uhr gab es dann Abendessen (für mich Rind statt Fisch, lecker). Der Tag endete mit einem schönen roter Sonnenuntergang im Beagle Channel.

Und dann habe ich mir beim Doktor doch noch eine Pille geholt – gegen Seekrankheit. Gegen Zehn ging ich ins Bett. Da fing das Schiff schon ziemlich an zu rollen. Die ganze Nacht rutschte ich zwischen Fuß- und Kopfende hin und her. Ich kann mich nicht erinnern, geschlafen zu haben, auch wenn es Nachts noch dunkel war.
Und während ich dann anscheinend doch selig schlummerte wurden Delfine und Pilotwale gesichtet. Hoffentlich waren das nicht die letzten Wale auf dieser Tour.

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