Von Frankfurt nach Ushuaia

Wie schön, ein Abreisetag, an dem ich ausschlafen konnte.
Erst mittags um zwei war ich mit Kathrin am Flughafen verabredet. So frühstückte ich in aller Ruhe, telefonierte noch einmal mit Oma (die doch besorgt um mich war) und räumte den letzten Kram in meine Taschen.
Um Eins nahm ich dann die 16 nach Mühlberg und von dort die S-Bahn zum Flughafen.
Also: für Frankfurt ist die meine neue „Antarktisjacke“ heute echt zu warm.

Kathrin traf ich unter der Anzeigetafel in Halle A. Nachdem ich mein Gepäck aufgegeben hatte, nahmen wir die Skytrain zum Terminal 2 und schauten von den Tischen bei McDonalds dem regen Betrieb auf dem Flugfeld zu.
Unser Flug ging erst um Zehn vor Fünf und wir waren mit Vorlauf am Gate. Dort trafen wir auch unseren ersten Mitreisenden: Winfried. Er hatte 40 (!) Kilo Gepäck dabei.

Der Flug nach Madrid war ereignislos. Wir saßen direkt hinter der ersten Klasse und hatten drei Plätze für uns und klönten. Wir stellten fest, dass uns beide die Seidenstraße und die Mongolei als Reiseziel reizt.
Kathrin erzählte kurz von ihrer Arbeit: Berufliche Rehabilitation von psychisch Kranken. Sie führt Tests durch, um festzustellen, wie arbeitsfähig diese noch sind.

In Madrid standen wir vor einem kleinen Problem: Wo bekommen wir die Bordkarten für unseren Argentinienflug. Der Weg zu den internationalen Flug ist nicht ausgeschildert. Man braucht bald eine Viertelstunde von der Ankunft bis dorthin. Gemeinsam mit Winfried fragten wir uns durch. Am Schalter lernten wir gleich noch zwei Mitreisende kennen: Angelika und Wolfgang.
Jetzt hatten wir viel Zeit im Abflugbereich. Wir stöberten ein bisschen durch die Duty Free Shops und lasen.
Am Gate trafen wir schließich die letzten beiden Colibris, zwei Münchner: Heidi und Werner.

Wieder an Bord des Flugzeugs war die eigentlich spannende Frage, wann wir ankommen, oder genauer: wie der Zeitunterschied ist. Wir waren da beide etwas unvorbereitet (die Antwort lautet übrigens Vier Stunden). Ansonsten schliefen wir beide recht gut.
Aber selbst Winfried mit seinem Übergepäck schaffte es rechtzeitig in den Flieger Richtung Ushuaia.

Etwas unerwartet für Kathrin und mich kam der Zwischenstopp in Calafata. Wir wären beinahe ausgestiegen und hätten uns dann wohl über unsere fehlenden Koffer gewundert.

Um zwei Uhr Mittags landeten wir dann in Ushuaia, scheinbar mitten im Wasser, denn der Flughafen liegt auf einer vorgelagerten schmalen Halbinsel.

Im Hotel Cap Polonio gibt es einen klapprigen Aufzug, bei dem man die Innentür nochh selber zu machen muss.
Wir verbrachten den Rest des Tages damit, Ushuaia zu erkunden.

Ushuaia nennt sich selbst „El Fin del Mundo“ (Das Ende der Welt) und ist wohl auch die südlichste Stadt der Welt. Sie liegt genau dort, wo die Anden in den Südpazifik münden
Eigentlich ist Ushuaia eher eine Kleinstadt. Denn Ushuaia besteht im wesentlichen nur aus der Calle San Martin mit vielen Touristengeschäften und zwei, drei Parallelstrassen, zu denen man hinaufklettern muss

(in der zweiten Parallelstrasse holten wir unsere Mietstiefel).

Parallel zur San Martin verläuft auch die Bucht. Nur ein paar Hundert Meter vom Hotel ist der Hafen. Unser Schiff lag leider noch nicht am Pier, aber ein Schwesterschiff.
Wir besuchten auch die beiden Museen.

Das „Museo del Fin del Mundo“ hat eine kleine Ausstellung über Schiffswracks, Ureinwohner und die heimische Tierwelt. Das „Presidio“ ist das ehemalige Gefängnis und der Gründungssort von Ushuaia.


Nach dem Abendessen bei einem Italiener mit leckeren handgemachten Nudeln schlief ich bis 6 Uhr morgens ( oder 10 Uhr Mittags deutscher Zeit) nur mit einer Unterbrechung durch.

Jetlag fast geschafft!

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