Mit dem Zodiac in der Diskobucht

In kleinen Booten sind wir jetzt gerade unterwegs um uns die Eisberge in der Nähe von Saqqaq näher anzuschauen.

Wisst Ihr, daß Eisberge singen, wenn sie zerbrechen. Um uns herum ist das Meer voller Eisscherben, die leise knacken, die Spannung des Zerbrechens von sich abwerfen und dabei einen melodischen Ton von sich geben. Faszinierend schön.

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Ein kleiner Eisberg gleich in der Nähe der Scherben droht zu kippen. Er wankt hin und her, mal nach vorne, mal nach hinten und wir halten uns schauen gespannt. Aber dann beruhigt er sich wieder.

Überhaupt – Eisberge.
Es gibt große Eisberge und kleine Eisberge und dann gibt es wahre Giganten, die man mit echten Bergen verwechseln könnte. Hier in der Diskobucht kommen sie gerade nicht so recht vorwärts, bis zu 10 Mal größer als es ihr Über-Wasser-Teil vermuten lässt, sind sie unter Wasser und kratzen an den Grund des Meeres und haken sich dort fest.
Eisberge sind weiß und glitzern in der Sonne. Und blau und grün, machmal sieht man durch eine dünne blaue Schicht die Strukturen dahinter. Die Farbe des Eises verrät den Druck, dem dieses Stück Eis ausgesetzt war, als es noch Teil eines Gletschers war. Und manche Eisstücke sind fast durchsichtig trotz ihrer Größe.
Eisberge sind glatt. Und rauh gezackt. Und bilden Formen, bei denen man fast wie bei Wolken an einem Sommertag anfangen kann, zu fantasieren, was dies sein könnte.
Eisberge sind hart wie Glas. Und schmelzen in der Sonne. Wahre Wasserfälle rauschen an manchen dieser Riesen herunter. Andere sind scheinbar ungerührt vom strahlenden Sonnenschein um sie herum.
Eisberge sind starr und beweglich und wirken wie Wellen oder ein Tor zur anderen Welt.
Im Hintergrund liegt Nebel über dem Wasser. Nur schemenhaft sind noch die Strukturen des Eises erkennbar. Vögel ziehen in einem kleinen Schwarm die Küste entlang, abgehoben vom Weiß des Nebels und dem hellen Blau des Eises.
Und Eisberge singen, haben knackenden Rhythmus und manche ein krachendes Finale.
Eisberge erzählen von der Zerbrechlichkeit unserer Welt.
Ich bin gebannt vor Staunen.

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