Von Phnom Penh nach Frankfurt

Kann es sein, dass es in Phnom Penh nur ein Postamt gibt?

Ich wollte meine Postkarten im Hotel abgeben und stieß nur auf fragende Blicke. Schließlich wurde ich zum Hauptpostamt geschickt: wohl die einzige Stelle, in der man Auslandspost loswerden kann. Also mietete ich ein Motorrad und fuhr noch mal zurück, dahin wo ich gestern schon war.

Anschließend entschloss ich mich das Tuol Sleng Museum zu besuchen: Eine ehemalige Schule, die von den Roten Khmer zum Foltergefängnis umfunktioniert worden war. Der Motorradfahren wusste leider nicht wohin, so dass ich zwischendurch wechseln musste.

Das Museum (damals Gefängnis) liegt in einer Villengegend. Es gibt enge Zellen, vielleicht 2 qm. Dann größere Zimmer, in denen die Vietnamesen gefesselt an die Bettgestelle die letzten verstorbenen Opfer fanden. Einen Galgen. Und es muss schrecklich gewesen sein. Draußen die menschenleeren palmengesäumten Strassen. Drinnen … man mag es sich nicht vorstellen. Beeindruckend auch die Photosammlung. Jeder Gefangene war fotografiert und registriert worden. Männer. Frauen. Kinder. Die wenigsten haben überlebt. Eine Ausstellung berichtete über die Opfer und die Täter.

Die letzte Stunde vor der Abfahrt besuchte ich das Nationalmuseum um die Ecke vom Hotel. Aber statt mir die Statuen anzusehen probierte lieber an den Blumen im Museumsgarten die Makrofunktion meiner Kamera aus.

Auf Wiedersehen, Kambodscha!

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