ChengDu und weiter im Schlafwagen

Heute war die Zeit begrenzt durch die nächste Zugfahrt. Elfi, Rudi, Heidi, Monika und ich teilten uns zu fünft zwei Taxis (400 Yuan für einen halben Tag, ca. 40 EUR) und fuhren zu den Pandabären. Komisches Gefühl, so allein ohne Hui, unsere Übersetzerin. Aber eigentlich ist alles ganz einfach. Die Taxis warteten draussen, während wir unsere Runde durch „Panda Adventure Land“ drehten, dem Pandazoo.

Die ersten Pandas die wir sahen waren ein ausgewachsenes Pärchen, das ob der frühen Stunde noch relativ rege war. Er wanderte durchs Gehege. Die Gehege sind angenehm gross und grün (ob gross genug für diese Tiere kann ich allerdings nicht beurteilen). Der Weg führte weiter zur Aufzuchtstation. Im ersten Käfig mampfte eine werdende Mutter Bambus aus beiden Händen gleichzeitig. Ein Baby gab es auch, allerdings hinter einem Vorhang versteckt, damit es seine Ruhe hat, und wir konnten es nur über Fernseher sehen. Niieedlich. Weiter ging es zu den Halbwüchsigen. Die hingen faul und bewegungslos in den Bäumen herum. Später stellten wir fest, das man sich mit denen fotografieren lassen kann. Da halte ich ja überhaupt nichts von und wir machten das auch nicht.
Auf jeden Fall sind grosse Pandas ziemlich faul und ziemlich niedlich.

Pandas in Chengdu

Das rote Pandas faul sind, kann man dagegen nicht behaupten. Die wuseln rege durchs Gehege. Wer in Frankfurt mal welche sehen möchte, sollte dort in den Zoo gehen.

Rote Pandas

Die Zeit verging im Fluge. Da wir noch ein bißchen von ChengDu selber sehen wollten, mußten wir uns aufmachen. Die Taxis warteten vor der Tür und brachten uns zu einer weiteren Tempelanlage. Wieder Erwarten kein daoistischer, sondern ein weiterer buddhistischer Tempel. Interessant machte diesen Tempel der grosse Teegarten dahinter. Cheng Du ist Teeanbaugebiet (das hatten wir auf der Hinfahrt sehen können) und es gibt daher Tee bis zum Abwinken. Dank des Feiertages war der Garten gefüllt mit hunderten Chinesen.
Hinter dem Garten befand sich eine buddhistische Speisehalle. Diese war zweigeteilt in ein teueres vegetarisches Restaurant und eine Halle, in der jeder billig einfache Reisgerichte essen kann. Leider hatten wir keinen Hunger.
Beim Weiterspazieren entdeckten Elfi und ich dann einen chinesischen Garten in dem es nach dem ganzen Trubel auf einmal ruhig war. Im Teich in der Mitte schwammen Schildkröten.

Chengdu

Rechtzeitig zum Mittagessen erreichten wir wieder das Hotel und verabschiedeten uns von unserem netten Taxifahrer. Im Restaurant vom vorvorigen Abend traf sich die ganze Runde um sich vor der Zugfahrt nochmal zu stärken (vom Essen im Zug wird abgeraten). Dann ging es zum Bahnhof im Chengdu. Die Koffer wurden wie üblich geröngt (es sass allerdings keiner dabei, der sich die Bilder ansah ?!). Hinter den Gepäckkontrollen lag die Wartehalle. Gross und staubig und laut. Wir hatten als Ausländer die Ehre (?) in der Erste-Klasse-Lounge zu sitzen, was sich aber für die fünf Minuten kaum lohnte. Dann konnten wir unsere Zweite-Klasse-Liegewagen beziehen. Nicht ganz so komfortabel (bzw. gerüscht) wie auf der ersten Fahrt von Beijing nach Xian, aber sauber. Die Schaffnerin wischte sogar mehrfach den Gang. Ich teilte meinen Bettenturm mit Elfi (oben) und Hui (unten). Auf der anderen Seite der Kabine schliefen drei junge Chinesen, mit denen wir uns per Übersetzung unterhalten konnten. Sie teilten Sonnenblumenkerne und Mandarinen mit uns.

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