York

Heute morgen hieß es halb sieben aufstehen und Abschied nehmen von London. Zum Glück hatten wir ja den Abend vorher schon gepackt, also brauchten wir uns nicht so beeilen und erreichten soga etwas zu früh den Intercity nach York. Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir dort an – leider zu spät, um noch zur Jugendherberge zu gehen (die schließen um ten a.m.), also haben wir unsere Taschen weggeschlossen und sind Richtung Münster, dessen Türme man vom Bahnhof aus sehen konnte, gelaufen. Da wir uns alles genau angesehen haben, brauchten wir zwei Stunden, bis wir wieder draußen waren.

Ein vernünftiges Photo konnte ich da aber nicht machen, wie nicht anders zu erwarten war ein Gerüst um den Südturm (nach einem Brand 1984). Das Münster ist normannischen Ursprungs, enthält somit sämtliche gotischen Stileelemente. Allerdings haben die Türme nicht spitze Dächer wie in Köln, sondern kürzere flachere.

Nach dem Mittagessen in dem Haus in dem Guy Fawkes geboren wurde (der der vor ein paar Jahrhunderten König und Parlament in die Luft sprengen wollte) vertrauten wir uns der Führung des Polyglott an. Leider nicht sonderlich vertrauenswürdig, wie wir zu unserem Leidwesen feststellen mußten. Immerhin: sehenswert war die Stadtmauer und einige Kirchen haben sehr schöne Glasfenster.

Über eins bin ich mir sicher: in York kann man mit Sicherheit sehr gut einkaufen. Es gibt Massen von Geschäften in sehr schönen Gassen. Alleine das Bummeln machte Spaß.

Gegen halb fünf machten wir uns dann auf die Suche nach der Jugendherberge. Die war leider äußerst miserabel ausgeschildert, also konnten wir unsere Rucksäcke erst einmal bald eine Stunde durch die Gegend schleppen (normal zwanzig Minuten) . Als wir dort ankamen, war ein riesiger Trupp Holländer gerade angekommen und verstopfte den Eingang. Als wir endlich bis in unsere Zimmer vorgedrungen waren, waren wir aber positiv überrascht. Zwar gibt es keine Schließfächer, wie in London, aber ansonsten ist es billiger und gemütlicher. Es gibt sogar einen Fernsehraum (den wir aber zumindest heute nicht benutzen wollen)

Beim Abendessen habe ich mich mit einem Australier aus Melbourne unterhalten, der seit neun Tagen in England war. Er war auch in London, allerdings bei Freunden, zwar weit draußen, dafür aber nicht so laut.

Was mir heute nachmittag – und nicht erst da – in einem Park aufgefallen ist: nicht nur die Tauben sind sehr zahm, selbst Eichhörnchen und Spatzen kann man mit der Hand füttern!

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